Schon seit ich Mama bin, wollte ich genau dieses Buch machen. Als Schwarze Mutter eines weiß gelesenen Kindes erlebte ich im Alltag mit meinem Sohn auf einmal eine völlig neue Form des Umgangs mit uns: Uns wurde unsere Zugehörigkeit abgesprochen. Die Blicke, wenn mein Kind mich Mama ruft. Oder die helfenden Menschen, die sich suchend umschauen und mir einen misstrauischen Blick zuwerfen, wenn mein Kind mit dem Fahrrad gestürzt ist. Sie suchen nach der Mutter des Kindes, was will diese Frau hier? Viele kleine Mikro-Situationen, die den Alltag unnötig belastet haben. Mittlerweile kann ich damit anders umgehen – als junge Mutter war es jedoch sehr schwer.
Ich wollte also ein Kinderbuch schreiben über ein weiß gelesenes Kind, eine Schwarze Mama und diesen ganz alltäglichen Wahnsinn, der entsteht, wenn Leute meinen, Familie müsse immer so aussehen, wie sie es erwarten.
Beim Book-A-Thon von Zula Kids hatte ich dann das Glück, mit der wundervollen Irem Kurt gematcht zu werden — und daraus ist „Einfach Mama“ entstanden. Unterstützt wurden wir unter anderem von Anna Mendel, die gemeinsam mit mir am Text gefeilt hat.
Mir war dabei von Anfang an wichtig: Das Kind (Sammy) soll nicht für seine Mama kämpfen müssen. Kein Kind muss Erwachsene retten oder erklären müssen.
Deshalb geht es in „Einfach Mama“ vor allem um Gefühle. Und diese Starre, wenn man etwas äußern will, aber die Worte fehlen. Es geht um Mut, um Sichtbarkeit und darum, irgendwann sagen zu können, was im Herzen längst klar ist.
Und genau da kommt Monsti ins Spiel: ein wildes, lebendiges Kuscheldinomonster, das Gefühle nicht runterschluckt, sondern sie einfach da sein lässt.
Wenn ihr Kinderbücher liebt, die Herz haben, Gesprächsanlässe schaffen und Familien zeigen, wie sie wirklich sind: Schnappt euch „Einfach Mama“ überall, wo es Bücher gibt oder bestellt es direkt in eurer Lieblingsbuchhandlung.
Alles Liebe
Esther

